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Kunst in Schaufenstern.

 

Konsumterror mit gratis Dowload-Garantie hinterlässt zumeist die glücklicheren Kunden.

“Der einfachste surrealistische Akt ist, auf die Strasse zu gehen und irgendjemand niederzuschiessen”, schrieb André Breton. Es gehe, meinte 1971 der Theoretiker W.F. Haug, viel einfacher: “Der einfachste surrealistische Akt ist es, in ein Geschäft zu gehen und zu kaufen, was man nicht brauchen kann.” Hilde Kentane kombiniert ein aus der Warenwelt übernommenes Sprach- und Figurenarsenal mit surrealistischer Direktheit. Auf einen Pappteller malt sie einen Konsumenten mit Pistole am Kopf. Der Werbeslogan “Shop For Yourself” krönt die Szene. Hier kommt nicht der “Konsumterror” an den Pranger, sondern die Manipulation der Konsumenten mit sprachlichen Mitteln.